Einen besonderen Abend konnten die zahlreichen Gäste beim Panorama-Konzert erleben, bei sich zeigte, dass die Stadtkirche auch für solche Veranstaltungen sehr geeignet ist – sowohl optisch als auch akustisch. Um was es bei diesem Projekt geht, wird sehr anschaulich in der bewegenden Rede von Lisa Olischläger, die formal ja auch Mitarbeiterin unserer Gemeinde ist, was in der Praxis beutet: Standortleiterin von Panorama:
„Herzlich willkommen zum ersten Konzert der Panoramakinder hier in Köln-Chorweiler – gemeinsam mit dem CJD Orchester!
Wie schön, dass Sie heute alle hier sind. Hier in den neuen Räumlichkeiten der Stadtkirche Chorweiler heißen wir – die Evangelische Hoffnungsgemeinde, das CJD und der Panorama Förderverein – Sie ganz herzlich willkommen.

Heute Abend dürfen wir etwas ganz Besonderes erleben. Denn seit inzwischen zwei Jahren gibt es Panorama hier in Köln-Chorweiler. Wenn man heute hier sitzt und die Kinder auf der Bühne sieht, dann könnte man vielleicht denken: Da sind Kinder, die seit zwei Jahren gemeinsam Musik machen, Geige spielen und heute einfach ein Konzert geben. Aber hinter diesem Abend steckt natürlich viel mehr.

Panorama ist ein Bildungsprojekt, bei dem die Kinder durch klassische Musik in ihrer Entwicklung gestärkt werden – unabhängig davon, woher sie kommen und welche Voraussetzungen sie mitbringen. Und deshalb möchte ich Sie für ein paar Minuten mitnehmen auf den Weg. Genau in diesem Raum findet Panorama inzwischen fünfmal in der Woche statt. Häufig lassen wir die Tür in den Stunden vorne offen und wenn man morgens oder nachmittags durch diese Tür kommt, dann passiert hier erst einmal ganz viel: Es wird gesungen, getanzt, gespielt, gelacht. Manchmal ist es laut, manchmal ist es chaotisch – und manchmal klappt etwas überhaupt nicht so, wie wir es uns vorher vorgestellt haben. Und genau das gehört dazu. Wir haben in diesen zwei Jahren gelernt, dass ein Projekt nicht einfach genauso funktioniert, nur weil es auf dem Papier eine gute Idee ist. Wir mussten lernen, dass regelmäßige Teilnahme nicht für alle Familien selbstverständlich möglich ist. Und wir mussten lernen, unsere Vorstellungen immer wieder an die Menschen anzupassen, für die wir dieses Projekt machen – die Panoramakinder. Das war manchmal herausfordernd. Aber wir haben gemerkt: Es geht bei Panorama nicht nur darum, Kindern eine Geige in die Hand zu drücken.

Es geht zunächst darum, einen Ort zu schaffen, an dem Kinder gerne sind und sich sicher fühlen. Dabei ist die Musik unser Weg. Sie verbindet in einem Orchester und gibt den Kindern die Möglichkeit, etwas Eigenes zu schaffen.“
